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Aus der deutschen Minderheit

Werbeträger, Deutsche Schule Hoyer

Wie viele andere deutsche Schulen in Nordschleswig macht auch die Deutsche Schule in Hoyer mit bedruckten Kleidungsstücken auf sich aufmerksam. Mit Schlüsselanhängern und Stundenplan-Vordrucken sind in den letzten Jahren weitere Möglichkeiten gefunden worden, um die Schule bekannt zu machen. Aufgrund geringer Schülerzahlen droht der Deutschen Schule Hoyer die Schließung.

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Aus der deutschen Minderheit

Lotteriespiel, Seth

Das „Lottospiel“, bestehend Zahlenkarten und einem Spielbrett für den Ausrufer, wurde von Angehörigen der deutschen Minderheit in Seth verwendet. Es stammt aus dem Jahr 1901.

Lottospiel-Abende wurden und werden in der deutschen Minderheit häufig von Vereinen und Institutionen arrangiert. Der Veranstaltung geht meist eine Spendensammlung von Gewinnprämien voraus, die vielfach bei Personen oder Unternehmen eingeworben werden, welche sich der deutschen Minderheit zugehörig fühlen. Das Lottospiel ist eine gesellige Veranstaltung und gehört zu den bestbesuchten innerhalb der deutschen Minderheit.

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Aus der deutschen Minderheit

Flagge des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN)

Die Flagge hing über mehrere Jahre hinweg bis ins Frühjahr 2010 vor dem „Haus Nordschleswig“, in dem der BDN seine Geschäftsstelle hat. Der BDN ist die Dachorganisation der deutschen Minderheit in Dänemark. Das Wappen auf der Flagge zeigt zwei gelbe Löwen auf blauem Grund, die sich über einer Brücke befinden. Es wurde 1950 erstmals für den Deutschen Jugendverband für Nordschleswig von dem Maler und Grafiker A. G. Nissen, Rinkenis, entworfen.

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Aus der deutschen Minderheit

Leserkarten-Kasten der Fahrbücherei

Die Fahrbücherei des Verbands Deutscher Büchereien Nordschleswig steuert diejenigen Haushalte in Nordschleswig an, die weiter als 5 km von der nächsten Ortsbücherei entfernt liegen. In zwei Bücherbussen werden Interessenten unterschiedliche Medien zum Ausleihen angeboten. Im Gegensatz zu früher verläuft die Verbuchung heute elektronisch. Der soziale Kontakt spielt in den Bücherbussen ebenfalls eine bedeutsame Rolle.

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Aus der deutschen Minderheit von anderen Institutionen

Zahlungsbelege „Der Nordschleswiger“ und „Jydske Tidende“

Zahlungsbelege für die Zeitungen „Der Nordschleswiger“ und „Jydske Tidende“, 1950

Samuel Bock (1869-1951) aus Schelde abonnierte seit 1920 jeweils eine deutsche und eine dänische Zeitung. Mit dem „Nordschleswiger“ hielt sich Bock über das Geschehen in der deutschen Minderheit auf dem Laufenden. „Jydske Tidende“ lieferte dem Landwirt Nachrichten aus der dänischen Mehrheitsbevölkerung. Darüber hinaus interessierten den deutschen Nordschleswiger Familiennachrichten aus der Umgebung, um sich bei einer Begegnung mit den betreffenden Personen den Umständen entsprechend angemessen verhalten zu können.

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Aus der deutschen Minderheit von Schulen

Tee-Service

Tee-Service, Arzberg, 1950er Jahre.

Das Service erhielt der Deutsche Kindergarten Jürgensgaard in Apenrade von seinem Paten, der Kulturgesellschaft Flensburg, anlässlich der Einweihung des Kindergartens. Im Laufe der Jahrzehnte wurde das Geschirr vom Kindergarten und von der im Haus ansässigen Geschäftsstelle des Deutschen Schul- und Sprachvereins im Rahmen von Sitzungen etc. verwendet.

Der Wiederaufbau des deutschen Schul- und Kindergartenwesens in Nordschleswig nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde unter anderem von unterschiedlichen Organisationen und Einrichtungen in Schleswig-Holstein unterstützt. Jede nordschleswigsche Einrichtung hatte ein oder mehrere Paten südlich der Grenze, die mit Geld- oder, wie in diesem Fall, Sachspenden helfend zur Seite standen.

Aus den patenschaftlichen Beziehungen haben sich häufig partnerschaftliche Verbindungen entwickelt, die zum Teil auch in der Gegenwart aktiv sind.

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Aus der deutschen Minderheit

Schild mit Dannebrog

Gerahmtes, verglastes Schild, 1960er Jahre.

Das Schild erhielt ein deutscher Nordschleswiger von der dänischen Botschaft während seines mehrjährigen Aufenthaltes in Nigeria. Da zu diesem Zeitpunkt Unruhen im Land herrschten, musste der Nordschleswiger das Schild an der Eingangstür seines Hauses anbringen, um sich vor Übergriffen zu schützen. Auch in späterer Zeit, als der Minderheitenangehörige wieder in Nordschleswig lebte, hing das Schild als Andenken in seinem Haus. Das Schild amüsierte den Nordschleswiger, da er sich der deutschen Minderheit zugehörig fühlt und sich nicht in erster Linie als Däne sieht.

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Aus der deutschen Minderheit

Tischdecke, Weihnachten 1945

Diese Tischdecke wurde in einem Seconhand-Geschäft abgegeben und stammt vermutlich aus einem Minderheitenhaushalt aus dem Tingleffer Raum. Bestickt mit weihnachtlichen Motiven trägt die Decke auch die Inschrift „Schicksalsjahr 1945“. Dieser Begriff bezieht sich auf die einschneidenden Veränderungen, die sich 1945 in der deutschen Minderheit vollzogen: Auf das Ende des Zweiten Weltkrieges folgte die Rechtsabrechnung, in deren Zuge zahlreiche Minderheitenangehörige für ihre Zusammenarbeit mit der deutschen Besatzungsmacht bestraft wurden. Bei „Schicksal“ schwingt jedoch auch die Vorstellung von einem von Außen auferlegten Leid mit, welches nicht durch menschliches Einwirken zustande kommt: Minderheitenmitgliedern fiel es schwer, ihre Bestrafung im Zuge der Rechtsabrechnung als Konsequenz für ihr Handeln während der Besatzungszeit anzuerkennen. Daher war der Begriff des Schicksals beliebt.

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Aus der deutschen Minderheit

Landschaftsgemälde mit Knivsberg

Landschaftsgemälde mit Knivsberg, Öl auf Leinwand, 1932.

Im Hintergrund des Landschaftsgemäldes ist der bewaldete Knivsberg mit der Spitze des Bismarck-Nationaldenkmals zu sehen. Bis 1968/69 hing das Bild im Eingangsbereich des Hauses eines älteren Ehepaares, das sich der deutschen Minderheit zugehörig fühlte.

Der Knivsberg mit seiner wechselvollen Geschichte ist seit über 115 Jahren ein Ort, an dem sich deutsche Nordschleswiger treffen. Er hat dadurch eine wesentliche identitätsstiftende Bedeutung für die deutsche Minderheit.

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Aus der deutschen Minderheit

Deutsch-dänische Fahne

Deutsch-dänische Fahne des Kabaretts „Heimatmuseum“, 2006.

Die Kabarettgruppe „Heimatmuseum“ setzt sich aus Angehörigen der deutschen Minderheit zusammen und widmet sich seit ihrer Gründung 1989 nordschleswigschen Themen. 2006 schlug die Gruppe unter dem Titel „Hand in Hand – in Schleswig-Land“ vor, die beiden Minderheiten im Grenzland als Konsequenz jahrelanger Annäherung zu vereinigen. Für die kommenden Schleswiger solle ein eigener Staat entstehen, der über die abgebildete Flagge verfüge. Ebenso kreierte die Kabarettgruppe eine eigene Nationalhymne, die mit den Worten „Einigkeit und Recht und Freiheit der er et yndigt land, det står med brede bøge“ beginnt.

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Aus der deutschen Minderheit

Audiokassette

Vor der allgemeinen Verbreitung des CD-Brennens war es häufig bei Teenagern üblich, sich eigene Mixtapes mit der Musik ihrer Wahl zusammenzustellen. Auf dieser Audiokassette finden sich Popsongs wie „Oops up“ von Snap!, „Verdammt, ich lieb’ Dich“ von Matthias Reim oder „Step by step“ von New Kids on the Block. Sie wurden 1990 von einer 15-jährigen Nordschleswigerin gemischt, die die Songs hauptsächlich vom Radiosender „Radio Schleswig-Holstein“ (RSH) aufnahm. Dieser Sender war auch bei Jugendlichen in Nordschleswig beliebt, weil er viele Musiktitel aus den aktuellen Hitparaden spielte.

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Aus der deutschen Minderheit

Anteilschein Knivsberg

Anteilschein für den Erwerb des Knivsberges, 1894.

Luzian Christoph Callsen, ein Bäcker- und Konditormeister aus Apenrade, spendete im April 1894 einen Betrag von 25 Mark, um zum Ankauf des Knivsberg-Geländes beizutragen. Die neugegründete Knivsberggesellschaft stellte die Scheine aus. Das erste deutsche Volksfest wurde im Juli 1894 auf dem Knivsberg veranstaltet.

Der Urenkel von L.C. Callsen fand den Anteilschein 1969 in den Unterlagen seiner Familie. Er ließ ihn rahmen und hängte den Schein in die Wohnstube seines Hauses, wo er bis März 2010 seinen Platz hatte.

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Aus der deutschen Minderheit

Briefmarken-Bogen, SHHB-Schulsammlung

Der Markenbogen wurde vom Schleswig-Holsteinischen Heimatbund (SHHB) herausgegeben. Diese Marken wurden von Schülern in Schleswig-Holstein im Rahmen einer Sammlung für Schulgebäude der deutschen Minderheit verkauft. Die Bilder mit Ansichten aus Nordschleswig stammen von dem Künstler A.G.Nissen, Rinkenis.

Die SHHB-Schulsammlungen fanden in den Jahren 1952-1970 statt und trugen vor allem zum Aufbau und zur Erweiterung deutscher Schulen in Nordschleswig bei.

 

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Aus der deutschen Minderheit

Medaille des Nordschleswigschen Ruder-Verbands (NRV), 2007.

Diese Auszeichnung erhielt eine Rudersportlerin aus Hadersleben, die im Rahmen der NRV-Regatta einen Frauen-Vierer des Deutschen Rudervereins Hadersleben steuerte.

Das dazugehörige Band ist in den schleswigschen Farben blau und gelb gehalten, die von Vereinen der deutschen Minderheit in Nordschleswig häufig genutzt werden.

 

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Aus der deutschen Minderheit

Tasse und Untertasse mit Knivsberg-Denkmal.

Das Geschirr wurde vermutlich von der Knivsberggesellschaft im Rahmen der Entstehung des Turms auf dem Knivsberg in Auftrag gegeben.

Der Knivsberg, mit rund 97 Metern über NN die höchste Erhebung in Nordschleswig, wurde Ende des 19. Jahrhunderts von der deutschgesinnten Knivsberggesellschaft angekauft, um dort deutsche Volksfeste zu veranstalten. Von 1895-1901 erfolgte die Errichtung eines Bismarck-Nationaldenkmals auf dem Knivsberg. Man wollte auf diese Weise den früheren Reichskanzler des Deutschen Reiches, Otto von Bismarck, ehren, in welchem man den Retter des deutschen Volkes und den Befreier Schleswig-Holsteins sah. Der 47 Meter hohe Turm wurde nach Ende des Zweiten Weltkriegs im August 1945 von dänischen Widerstandskämpfern gesprengt.

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Aus der deutschen Minderheit

Brotkorb

Brotkorb, Sonderburg, 1930er Jahre. Der textile Einsatz wurde mit Worten aus dem Vaterunser bestickt: UNSER TÄGLICH BROD GIEB UNS HEUTE – die Fehler in der Rechtschreibung könnten darauf zurückzuführen sein, dass innerhalb der Familie, in der der Korb verwendet wurde, hauptsächlich dänisch gesprochen wurde. Die Familie fühlte sich der deutschen Minderheit zugehörig.

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Aus der deutschen Minderheit

Bierflasche als Werbematerial

Werbematerial der Jungen SPitzen, 2005. Die Jungen SPitzen sind die Jugendorganisation der Schleswigschen Partei, welche auf kommunaler Ebene in Nordschleswig unter anderem die Interessen der deutschen Minderheit vertritt. Zur Kommunalwahl 2005 brachten die Jungen SPitzen neue Werbeträger in den Wahlkampf ein. Auf dem Etikett des Bieres findet sich das Logo der Schleswigschen Partei. Das Bier wurde in der Brauerei Fuglsang in Hadersleben hergestellt, deren Betreiber sich der deutschen Minderheit zugehörig fühlen.

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Aus der deutschen Minderheit von anderen Institutionen

Kabarett-Plakat

Plakat des Kabaretts „Heimatmuseum“, 2004. Die Kabarettgruppe „Heimatmuseum“ setzt sich aus Angehörigen der deutschen Minderheit zusammen und widmet sich seit ihrer Gründung 1989 nordschleswigschen Themen. 2004 schlug die Gruppe unter dem Titel „Reif für die Insel!“ mit einem Augenzwinkern vor, dass die deutsche Minderheit doch auf die große Ochseninsel ziehen solle – auf diese Weise könne sie eine drohende Assimilation in die Mehrheitsbevölkerung abwenden und außerdem sei für alle Angehörigen der Minderheit reichlich Platz vorhanden.

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Aus der deutschen Minderheit

Gegenstände der Tonzeitung

Mikrofon und Aufnahmegerät der sogenannten „Tonzeitung“ des Sozialdiensts Nordschleswig. Die Tonzeitung wurde 1989 ins Leben gerufen. Ehrenamtliche Mitarbeiter aus der Minderheit treffen sich wöchentlich, um aktuelle Nachrichten aus „Der Nordschleswiger“ auf Tonband zu sprechen und diese an Sehbehinderte und andere Interessenten weiterzuleiten. Der Sozialdienst möchte auf diese Weise der Zielgruppe eine Beteiligung am aktuellen Geschehen der Minderheit ermöglichen. Heute werden die Nachrichten nicht mehr auf Tonband gesprochen, sondern digital mit Hilfe des Computers erfasst.

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Aus der deutschen Minderheit von anderen Institutionen

Zeitschriften der deutschen Büchereien

Die Zeitschrift „Schöner Wohnen“ gehört in Deutschland, genau wie ihr Pendant „Bo Bedre“ in Dänemark, zu den etabliertesten und bekanntesten Zeitschriften für den Bereich Wohnungseinrichtung und Dekoration.

Die Zeitschriften können in den deutschen Büchereien in Nordschleswig entliehen werden (siehe Strichcode in der oberen linken Ecke). „Bo Bedre“ ist dabei eine der wenigen Zeitschriften in dänischer Sprache, die im Programm der Büchereien geführt wird. Die Nachfrage der Leser an dieser Zeitschrift ist groß, da sie sich am Lifestyle in Dänemark orientiert und diese sich von den Trends in Deutschland unterscheiden. Die beiden Ausgaben stammen aus dem Januar 2008 und haben unterschiedlichen Ansichten, welche Trends in den jeweiligen Ländern das Jahr bestimmen werden.

 

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Aus der deutschen Minderheit

Glashumpen

Glashumpen mit Metalldeckel. Der Humpen wurde dem früheren Generalsekretär des Bundes Deutscher Nordschleswiger, Peter Iver Johannsen, 2002 als Dankesgeschenk von der „Deutschen Gemeinschaft Versöhnung und Zukunft“ in Kattowitz/Polen überreicht.

Durch die Öffnung der Grenzen nach Osteuropa ergaben sich für die deutsche Minderheit in Nordschleswig neue Aufgaben. Die Minderheit knüpfte Kontakte zu deutschen Volksgruppen, (beispielsweise in Polen) und versuchte durch verschiedene Maßnahmen, ihre Solidarität auszudrücken. Diesen Humpen erhielt Johannsen als Andenken, weil er bedürftigen Kindern aus Oberschlesien einen Ferienaufenthalt auf der Insel Röm ermöglichte.

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Aus der deutschen Minderheit

Fahnenstange mit Deutschland-Flagge

Dieser „Fahnenmast“ stand im Vorgarten eines deutschen Nordschleswigers in Pattburg. Er erhielt ihn von seinem dänischen Nachbarn zum Geburtstag. In Dänemark ist die dänische Flagge auch ein Festsymbol und wird an Geburtstagen und zu anderen Feierlichkeiten gehisst. Der dänische Nachbar respektiert die deutsche Identität seines Gegenübers und wollte dessen Ehrentag auf diese Weise feierlich begehen.

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Aus der deutschen Minderheit

Anstecknadel mit BDN-Logo

Anstecknadel mit BDN-Logo. Häufig von Funktionären der deutschen Minderheit verwendet, um auf ihre Zugehörigkeit zur Minderheit aufmerksam zu machen. Dieser Gegenstand stammt von Peter Iver Johannsen, früherer Generalsekretär des Bundes deutscher Nordschleswiger.

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Aus der deutschen Minderheit

Messing – Treibarbeit

Eine Messing-Treibarbeit, die den „Kongesten“ in Krusau zeigt. Er wurde anlässlich der Abtretung Nordschleswigs an Dänemark 1920 aufgestellt. In Krusau traf der damalige dänische König Christian X. auf die Dänischgesinnten südlich der neuen deutsch-dänischen Grenze und rief ihnen zu: „I skal ikke blive glemt“ („Ihr sollt nicht vergessen sein“). An diese Begebenheit erinnert der Stein.

Man könnte meinen, dass dieses Bild aus der dänischen Minderheit stammt. Er hing jedoch im Wohnzimmer einer Familie in Sonderburg, die sich seit Jahrzehnten in der deutschen Minderheit engagiert tätig ist. Die Vorfahren stammten aus Südschleswig und hatten eine dänische Gesinnung. Identität im Wandel.

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Aus der deutschen Minderheit von Schulen

Kleidung als Ausdruck der eigenen Identität

Kleidung ist eine vielgenutzte Möglichkeit, um seine Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe an die Öffentlichkeit zu tragen. Die T-Shirts mit ihren Logos stammen von der Ludwig-Andresen-Schule, Tondern, und der Deutschen Schule Hoyer. Interessant ist dabei, dass sich auf dem T-Shirt aus Hoyer neben der deutschen auch eine dänische Beschriftung findet. Identität im Wandel?

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Aus der deutschen Minderheit

Exponate der deutschen Minderheit

Aus dem Besitz einer 55-jährigen Frau aus Apenrade, die sich der deutschen Minderheit zugehörig fühlt, erhielt das Projekt „Minderheitenleben“ diese drei Gegenstände. Sie stehen symbolhaft für die unterschiedlichen Identitäten der Besitzerin.

 

– Aus dem vielgelesenen deutschen Gedichtband von Ernst Theodor Echtermeyer waren der  Nordschleswigerin in den 60er Jahren vor allem die Balladen lieb, die ihre Tante so wunderbar vortragen konnte.

 

– Der dänische Bestseller „Vinterbørn“ von Dea Trier Mørch diente der Frau in den 70er Jahren als Bestätigung ihrer dänischen Identität, als sie zum Studium nach Kiel ging.

 

– Die US-amerikanische Sängerin Joan Baez war für die Apenraderin ein großes Idol in den 70er Jahren. Sie konnte sich mit der Folk- und Protestbewegung identifizieren und kaufte sich diese Schallplatte im Alter von 16/17 Jahren.

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Aus der deutschen Minderheit

Kartenspiel

Dieses Kartenspiel wurde als Werbemittel der Schleswigschen Partei im Süden Dänemarks ausgegeben. Es gehörte dem früheren Generalsekretär des Bundes Deutscher Nordschleswiger, Peter Iver Johannsen. Er verwendete es zum Skat-Spielen mit Kresten Philipsen, früherer Amtsbürgermeister Nordschleswigs, Siegfried Matlok, Chefredakteur des „Nordschleswigers“, Hans Heinrich Hansen, früherer Hauptvorsitzender des BDN und gegenwärtiger Präsident der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen, sowie Thomas Lorenzen, Meyn, früheres Mitglied des schleswig-holsteinischen Landtags. Anfangs spielten die genannten Personen im Anschluss an beruflich bedingte Zusammenkünfte, heute treffen sie sich auch privat zum Skat-Spielen


Das Kartenspiel führt vor Augen, wie sich das Verhältnis zwischen Mehrheits- und Minderheitsbevölkerung im Allgemeinen und Funktionären der Region im Besonderen gestalten kann. Es unterstreicht das heutige „Miteinander“ im Grenzland.

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Aus der deutschen Minderheit

Deutschland-Flagge, 2006

Zur Fußball-Weltmeisterschaft im Jahr 2006 kauften sich deutsche Nordschleswiger diese Flagge, um sie an ihrem Auto zu befestigen. Die Besitzer hatten gesehen, dass viele Autofahrer in Deutschland Flaggen dieser Art verwendeten und wollten nun auch ihre Begeisterung für Fußball zum Ausdruck bringen. Die deutsche Mannschaft hatte es ihnen besonders angetan. Dennoch wurde die Flagge nur bei wenigen Fahrten in Dänemark verwendet. Vielmehr befestigten die Besitzer die Flagge bei Fahrten innerhalb Deutschlands am Auto und nahmen sie vor der Rückfahrt nach Dänemark wieder ab. Die Besitzer sagen, dass dies „aus Rücksicht“ geschah. Sie wollten keinen Konflikt mit der dänischen Mehrheitsbevölkerung provozieren. Durch einen Bekannten hatten sie erfahren, dass an einem Auto in der Nähe ihres Wohnortes deutsche Flaggen von Unbekannten vermutlich aus Ärger abgebrochen worden waren.


Die Flagge ist für das Projekt deshalb interessant, weil sie eine Geschichte über das gegenwärtige Verhältnis zwischen Minderheit und Mehrheit birgt.


Kann man heute wirklich von einem „friedlichen Miteinander“ im Grenzland sprechen oder beschränkt sich dies eher auf offizielle Stellungnahmen?

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Aus der deutschen Minderheit

Mobiltelefon, 2003

Was hat ein Mobiltelefon mit Minderheitenleben zu tun?
Dieser Gegenstand birgt eine für das Projekt interessante Geschichte:

Das Telefon wurde 2003 von einer deutschen Nordschleswigerin an ihrem zeitweiligen Wohnort in Mitteldeutschland gekauft. Heimweh plagte die junge Frau zu diesem Zeitpunkt. Sie plante, zurück in die deutsch-dänische Grenzregion zu ziehen. Beim Studieren der Gebrauchsanleitung stellte die frischgebackene Besitzerin fest, dass man mit dem Telefon eigene Klingeltöne komponieren konnte. Sie programmierte daraufhin die Tonfolge eines Liedes, dass sie mit ihrer Heimat Nordschleswig verband. Es handelte sich um das Lied „Klein sind deine Berge“, das auch als das Heimatlied der deutschen Minderheit bezeichnet wird.

Das Mobiltelefon wird künftig in einem Museum ausgestellt. Es zeigt, wie deutsch-nordschleswigsche Identität heutzutage durch einen Klingelton sichtbar gemacht und an die Öffentlichkeit getragen wird.

Gibt es weitere Gegenstände aus den vergangenen 60 Jahren, mit denen Minderheitenangehörige ihre Identität zum Ausdruck brachten/bringen?

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Aus der deutschen Minderheit

Kagebræt med den tyske julemand. 1990’erne.

Kagebrættet er et godt stykke kunsthåndværk, egnet både til ophængning i et køkken og som bageredskab til fremstilling af kager. Brættet anvendes til julebagning af de såkaldte Spekulatius kager, som er en krydret småkage. Det findes kun hos familier med tilknytning til tysk kultur, da det er den tyske udgave af Sankt Nicolaus, som her er afbilledet. Han medbringer gaver til at belønne de gode børn og et ris til at straffe de onde børn.  Den danske udgave af julemanden er blevet reduceret til kun at være gavebringer.